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Strandsegeln

Rückblick 2023

In 2022 habe ich 392 km insgesamt zurückgelegt. Das ist eine Strecke von St.Peter-Ording bis fast nach Göttingen.

Die Saison 2023 verlief anders. Es war bei den Regatten weniger Wind und somit weniger Strecke. Insgesamt fehlte uns allen ja irgendwie auch der richtige Sommer. Ein durchwachsenes Jahr also. Da überrascht es mich nicht, dass ich 2023 nicht so viele Kilometer zurückgelegt habe:

In Summe bin ich 239 km auf dem Strand gesegelt.

Das waren weniger als 2/3 des Vorjahres, ich hatte es schon so im Gefühl während der Saison. Das mindert aber nicht den Spaß und die Freude die ich am Strand und mit den Mitseglern und -innen vor Ort hatte. Es waren sehr schöne Tage.

Alles in allem, habe ich wieder viel gelernt und mehr Routine gewonnen, ich hoffe 2024 wird ein schönes Jahr, auch wenn ich wohl nicht jede Regatta werde mitsegeln können.

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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln

Save the date! Die 4 h Regatta von SPO 2024

Eine tolle Ankündigung ist raus! Das neue, spannende Regattaformat, gestartet erstmals 2023, kommt auch im April 2024 wieder! Hier geht es zu meinem Bericht von 2023.

Für Mitglieder ausländischer Vereine wird kein Startgeld erhoben.

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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln Video

SAU Pokal 2023

Aaaah, endlich wieder Strandsegeln! Eine Regatta im Oktober gab es nicht wegen der Euromeisterschaft in England, so freute ich mich auf den letzten offiziellen Termin des Jahres: den SAU Pokal (Saison Abschluss & Umlauf). Dies ist eine Fun-Regatta bei der zwei ausgeloste Piloten sich eine Strandsegelyacht (der Mini 5.60 Klasse) teilen.

Vielen Dank an Dirk E.,
für die tolle Unterstützung mit Fotos und Videos!

In den letzten Tagen davor machten sich ob des Wetters Sorgen breit in der Pilotenschaft. Wegen heftiger Orkanausläufer an der französischen Küste/Britanie mit weit über 40kn Wind und 20 Meter hohen Wellen war stärkerer Wind vorhergesagt aus Richtung Westen.

Hier die Wetterdaten aus Frankreich mit Farben bzw. Skalenausschlägen, die bei uns unbekannt sind:

Es galt die Nerven zu behalten. Es kam dann ja auch kräftiger Wind, aber er wurde weniger stark als befürchtet und war dann gut segelbar.

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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln Video

German Open 2023

Tag 1 – 02.09.2023

Das Wetter sieht für September freundlich aus. Der Tag erwacht, die Sonne steht noch tief.

Beschäftigtes Treiben im Hafen des YCSPO.

Die Riggs sind ganz unterschiedlich, aber Carbon hält auch schon Einzug in die Szene.

Hier der stärkste Flaschenzug zur Unterlieksstreckung.

Wir versammeln uns zum Skippertreffen …

um die Absage zu hören. 4-5kn Wind sind einfach zu wenig, daher keine Rennen heute, also freier Tag. Zumindest die Vorhersage für morgen am Sonntag lässt hoffen.

Mit dem Fahrrad nutze ich den freien Tag und erkunde die Umgebung und den Ort. Hier ein paar Impressionen aus SPO:

Dünen im Norden von SPO – Nordaufgang
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SPO St.Peter-Ording Strandsegeln Video

Das Ende der Sandbank

Ausfahrt zum Böhler Priel im Strandsegler

Achtung Spaziergänger:
da wo ich mit dem Segelwagen war, würde ich persönlich niemals(!) zu Fuß hinlaufen. So schnell wie dort das Wasser kommt, kann man seine Beine gar nicht in die Hand nehmen, um dort sicheres Land zu erreichen.

Am Samstag, den 29.7.2023 war es für mich endlich soweit. Strandsegeln so weit nach Süden bis es nicht mehr weiter geht, zum Ende der Sandbank von St. Peter-Ording. Dort war ich noch nie.

Wo ist das eigentlich genau? Satellitenfotos helfen nur bedingt weiter, da sie Ebbe und Flut nicht genau erkennen lassen. Zudem verändern die Gezeiten ständig die Küstenlinie.

Weit draußen auf der Sankdbank von St.Peter-Ording – Höhe Böhler Leuchtturm

Zwar war ich schon oft Strandsegeln, aber noch nie bis zum äußersten Ende des Hitzsand gefahren. Für mich war dies also unbekanntes Terrain – eine Premiere!
Ich fahre meistens Regatten und an solchen Tagen sind solche Ausflüge verboten, zumal die großen Segelwagenklassen 2 und 3 immer südlicher unterwegs sind.

Sonnenschein und ein paar Kitebuggy vor der X-H²O Segelstation.
Tolles Wetter, 19 Grad, ausreichend Wind

Wenn man so weit raus segelt, möchtest du a) nicht liegenbleiben und b) daher nicht alleine sein, für den Fall der Fälle. Ich fragte also im Kreis der Mini Yacht-Freunde herum, wer mich begleiten würde. Zu meiner Überraschung kamen doch glatt 10(!) Piloten zusammen! Super!

Das Gebiet bis ca. 2-3 km südlich der Arche Noah (Höhe Badestelle) ist mir als Regattagebiet sehr gut vertraut und dann konnte ich es gar nicht glauben, wie weit es dann noch nach Süden geht! Es waren noch 3,5 km, wie man auf der Karte unten nachmessen kann.

Der Strand wollte und wollte nicht enden! Weit vor mir erkannte ich aber fahrenden Segel meiner Segelkameraden, also tastete ich mich weiter vor und fuhr immer weiter nach Süden.

Die Sandbank nimmt einen langgezogen Bogen nach Osten, quasi wie eine langgezogene „Banane“. Auf einmal nahm der Strandsaum jedoch ab und war dann gänzlich verschwunden. Spaziergänger trifft man hier so weit südlich schon lange nicht mehr an. Zu weit weg ist man hier draußen von der Zivilisation. Sicheres Ufer ist weit weg.

Die Brandungskante war weg und dann gab es nur noch den geriffelten Sand, wie er nur bei Ebbe zu Tage tritt. Die Fahrt wurde holpriger und nasser. Unendliche Weiten breiteten sich vor mir aus, ein Ende nicht absehbar.

Das ungute Gefühl hier liegen zu bleiben kroch immer stärker in mir hoch, unbehaglich, aber aufregend zugleich. Dann erkannte ich quer fahrende Segel und eins das ganz nach Rechts Richtung Westen zur Nordsee fuhr. Ich fuhr hinterher und dann war ich am äußersten Ende, einem kleinen, letzten Zipfel der Sandbank. Vor mir lag ein viele Meter breiter und sehr tief aussehender Priel, der Böhler Priel, auf Höhe des Leuchturms von Böhl.

–> Kartenwechsel ganz rechts: z.B. ArcGIS („Clarity“)

Ein wichtiger Hinweis für Spaziergänger!
Über große, weite Strecken ist kein Strand mehr da, der bei Flut noch aus dem Wasser ragt. D.h. das frei werdende Land wird sehr schnell trocken und wird auch schnell wieder überspült. Da wo ich mit dem Segelwagen hinkam würde ich persönlich niemals(!) zu Fuß hinlaufen. So schnell wie dort das Wasser bei Flut kommt, kann man seine Beine gar nicht in die Hand nehmen, um sicheres Land zu erreichen.

Mensch, war das neu und unwirklich! So viele Kilometer weit hier draußen. Das sah alles komplett anders aus als weiter nördlich.

Ein kleines Grüppchen Strandsegler traf sich etwas weiter Richtung Deich und dort stoppten wir erst einmal und genossen das gemeinsame Treffen hier draußen.

Wie es sich quasi für eine „Äquatortaufe“ gehört, wurde mir ein kleiner Treibstoff 🙂 gereicht zur Feier des Tages. Möge die Rückfahrt gut verlaufen! Manch einer der älteren Strandsegler wusste auch von unglücklichen Tagen zu berichten, wenn der Wind einschlief und man viele Kilometer Fußmarsch mit dem Ziehen des schweren Segelwagens dann vor sich hatte. Seemannsgarn gibt es also auch bei den Landseglern 🙂

Mit Peter bin ich noch nie gesegelt, es war mir eine Freude!

Danach ging es zurück nach Norden. Bevor es aber ganz zurück ging, steckte ich südlich vor dem Hundeauslaufgebiet Süd noch mit vier mitgebrachten Flaggen eine kleine Rennstrecke ab. Das machte auch viel Spaß und dann ging es gemächlich zurück in den Hafen.

Die GPS Daten zeigen sehr schön, wie weit die Sandbank derzeit geht. Die Satellitenbilder sind ja schon etwas älter und man kann je nach Quelle und Aufnahmezeitpunkt (Flut/Ebbe) nicht genau beurteilen wie weit es da wirklich raus geht (rechts oben in der Karte könnt ihr verschiedene Kartentypen auswählen – z.B. ArcGIS („Clarity“) ).

Das Geheimnis hat sich für mich nun gelüftet. Ab der Badestelle (Arche Noah) ist nach 5,5 km im Süden das Ende der Sandbank (Stand Sommer 2023).

Zurück im YCSPO Vereinshaus stärkten wir uns von dem gemeinsamen Ausflug. Es war noch Grillgut übrig gewesen und mit ein paar Beilagen wurde dies ein schöner Abschluss der Ausfahrt!

Vielen Dank an alle! Es war ein tolles Erlebnis!

Merker:
Tagesstrecke 36,1 km,
Wind 15-20 kn,
4,5m²,
Max.Speed 60 km/h