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SAU Pokal 2023

Aaaah, endlich wieder Strandsegeln! Eine Regatta im Oktober gab es nicht wegen der Euromeisterschaft in England, so freute ich mich auf den letzten offiziellen Termin des Jahres: den SAU Pokal (Saison Abschluss & Umlauf). Dies ist eine Fun-Regatta bei der zwei ausgeloste Piloten sich eine Strandsegelyacht (der Mini 5.60 Klasse) teilen.

Vielen Dank an Dirk E.,
für die tolle Unterstützung mit Fotos und Videos!

In den letzten Tagen davor machten sich ob des Wetters Sorgen breit in der Pilotenschaft. Wegen heftiger Orkanausläufer an der französischen Küste/Britanie mit weit über 40kn Wind und 20 Meter hohen Wellen war stärkerer Wind vorhergesagt aus Richtung Westen.

Hier die Wetterdaten aus Frankreich mit Farben bzw. Skalenausschlägen, die bei uns unbekannt sind:

Es galt die Nerven zu behalten. Es kam dann ja auch kräftiger Wind, aber er wurde weniger stark als befürchtet und war dann gut segelbar.

Als ich ankomme am Hafen ist die Dämmerung gerade vorbei. Winterzeit, die Uhren sind umgestellt. Es grau in grau aber trocken, alles gut.

Ich ließ mich verleiten das größere 4,6er Segel zu wählen, obwohl meine Segelwahltabelle mir das 3,5er empfahl. So kam ich gar nicht erst runter (südlich) zum Regattagebiet, sondern musste schon an der Badestelle bei der Arche Noah das Segel wechseln. Der Wind kam fast direkt aus Süd und das Kreuzen war ein einziger Kampf – kein Vergnügen!

Vorher aber stand die Plate über weite Teile unter Wasser. Das hatte ich so noch nicht erlebt! Kein Wunder bei dem vielen Regen und die hohen Fluten der letzten Wochen. Ohne aber liegen zu bleiben konnte ich zum Glück durch diese Riesenpfütze zum Strand nach vorne ans Wasser rüberfahren (siehe Video).

Neu war diesmal ein riesiger Priel an der Badstelle. Nasse Schuhe waren garantiert und es war unklar ob wir da durchsegeln konnten. Es galt schließlich gegen den Wind zu kreuzen und gegen das strömmende Wasser. Aber seht selbst im Video.

Ankunft im Regattagebiet.

Finn hat seinen Segelwagen wieder einmal modifiziert, diesmal mit neu gebauter Sitzschale, recht tief liegend (tiefer als geplant, wie ich erfuhr von ihm)

Der Ausrüstungshänger muss mit und der Schlepper zieht nicht nur den, sondern auch den Wohnwagen (unser Zielfahrzeug) mit raus.

Das Briefing ging los. Olaf erklärte uns das Set up mit der Pilotenwechselzone.

Das Briefing schrieb uns für ein 20 Minuten Rennen einen Pilotenwechsel ab der 7. Minute vor. Dirk war mein Flügelmann des Tages und startete zuerst. Er fuhr 2 Runden und dann konnte ich noch eine Runde fahren bis zum Abwinken, schnell war es vorbei.

Ein breiter Priel war dabei, es wurde also wieder sehr nass und kalt heute.

Bei der Südmarke waren wir gewarnt worden vor Bodenlöchern. Die nahm ich auch gleich mit leider. Hoppla! Ich hatte nicht vermutet, daß sie soooo dicht an der Wendemarke lagen.

Wenn der Sand so über den Strand fliegt, ist starker Wind angezeigt.

Im Rennen 2 startete ich zuerst. Wieder fuhr der Spaß mit! Strandsegeln ist einfach genial!!!

Nach dem Rennen fuhr Dirk den Segelwagen zurück, ich nahm das „Strandtaxi“.

Danke Olaf für das Foto!

Es war interessant von dem ein oder anderen die Neuigkeiten von der EM zu erfahren an diesem Wochenende.

Insgesamt waren 30 Piloten auf 15 Segelwagen unterwegs. Der Spaß fuhr mit und sorgte für glückliche Gesichter 🙂

Hier die Ergebnisliste beim YCSPO (Bckup)

Aufräumen

Nach der Saison ist vor der Saison und so wurde der Gerätewagen ausgeräumt zum Säubern. Wie man sehen kann, sind doch zahlreiche Flaggen, Warnschilder, Hütchen und Absperrbänder vorhanden, um unterschiedliche Regattastrecken abstecken zu können.

Ich kann die neue Saison kaum erwarten, nun heißt es bis zum Frühling sich zu gedulden 🙁

Bis dahin werde ich mir die Zeit mit ein paar Beiträge hier vertreiben (bin im Rückstand) und vom Strandsegeln träumen 🙂

Tagesbilanz:

Wind:Süd ca.15kn, in Böen bis ca.25 kn
Segel: 4,5m²
Speed max: 51 km/h
Strecke: 15,8 km, davon 11,0 km Wettfahrten (mein Anteil)

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