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Kalte Duschen – Gerhorst 24

Mitte März, erste lauwarme Tage lassen den Frühling so langsam Fahrt aufnehmen und am Strand von St Peter Ording treffen sich 30 Piloten für das erste Rennen der Saison, der Gerhorst Pokal 2024.

Ebbe war um 11:00 angesagt, d.h. 9:00 der erste Startschuss und 8:00 auslaufen aus dem Hafen.

Für das Wochenende war Samstag viel Wind angesagt und für Sonntag sehr wenig.

Die Segelbedingungen auf einem Blick.

Viel Wind mit 4,6m² Segel gefahren – Topspeed 62 km/h

Treffen morgens um 8:00 Uhr im Hafen

Es war noch bewölkt als wir raus auf die Sandbank fuhren aber nach und nach kam die Sonne hervor und tauchte mit gleißenden Licht die Szenerie in ein tolles Licht.

Schutzzone absperren

Briefing der Piloten

Für Rennleiter Olaf war es schwierig einen Rennkurs abzustecken heute schließlich gab es das Briefing

Zwei markante Priele kreuzten unseren Kurs und es gab eiskalte Duschen an dem Tag. Die Nordsee mit 6 Grad kalten Wasser ist so früh im Jahr noch unangenehm.

Gegen den Uhrzeigersinn ging es rasant zur südlichen Wendemarke. In der GPS Karte kann man gut die Lage des Ersten tiefen Priels erkennen, der uns stark abbremste.

Vor der Dusche des zweiten Priels vor der zweiten Südmarke lauerten große Löcher im Sand auf uns, hier war ein Durchfahrtstor gesteckt, dessen Fahnen aber schnell umgefahren waren im Verlauf des Rennens.

Danach ging es am schmalen Strandsaum mit vielen Kreuzschlägen gegen den Wind nach Norden über die Ziellinie.

Zum Glück bekamen wir eine Erkundungsrunde.

Dann kam es zum ersten Rennen. Ich verpennte den Start fast, schaute zu wenig auf die Uhr und kam im hinteren Feld über die Linie gerollt.

Race 1

(full screen)

Speedprofil

Segel: 4,6m²
Strecke: 5,3 km
Speed max: 56 km/h


Zwischenbriefing

Race 2

Die Bahn wurde ab Rennen 2 verlängert.

(full screen)

Speedprofil

In der Karte oben und auch hier im Speedprofiel kann gut sehen, dass der große Priel uns von Tempo 60 stark abbremste.

Segel: 4,6m²
Strecke: 7,3 km
Speed max: 61 km/h

Im Rennen 2 erwischte ich einen grandiosen Start, ging als 4. oder 5. über die Linie. Alles lief großartig bis der große Priel kam. Ich kam glatt durch, aber wie man im Video sehen kann, kam G48 unerwartet quergeschossen. In dem Moment als mir das Wasser vom Visier lief und ich erstmals wieder was sehen konnte, sah ich ihn erst als er 2m quer von mir war. Keine Chance auszuweichen. Er traf mich von der Seite an der Hüfte. Keine Millisekunde Zeit zu reagieren fuhr ich gerade aus weiter mit dem Rad über seinen Vorderwagen hinweg. Alles ging gut, zum Glück, aber der Schwung war raus. Das Feld von hinten überholte mich gnadenlos. Ärgerlich, meine schöne Startposition!!!

Folgende Fotos hat Kurt Gruhlke Fotografie (www.kurtgruhlke.com) mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Ganz herzlichen Dank, Herr Gruhlke!!!

Race 3

(full screen)

Speedprofil

Segel: 4,6m²
Strecke: 7,0 km
Speed max: 62 km/h

Hier kann ich den Speed wieder aufnehmen nach dem Priel. Im Rennen 2 wurde ich gerammt und verlor dabei viel Geschwindigkeit, die ich nicht mehr aufholen konnte. Zahlreiche Mitsegler zogen so an mir vorbei.

Rennen 3 konnte ich auch recht gut starten, an der Kreuz verlor ich aber die meisten Meter im Rennen.

Das 4,6er Segel war eine gute Wahl, ich hatte kaum Steiger, aber die Quälerei um die 10-12 km/h waren nervig.

Ich habe dann die Wahl extrem die Höhe zu kneifen und langsam zu sein, dafür gerade auf das Ziel zu, oder es mit mehr Abfallen und ggf. mehr Speed zu versuchen.

Welch ein Kontrast – morgens und mittags

Die Sonne hatte ich am Ende des Tages gut im Gesicht, ungewohnt nach all verregneten Wintertagen.

Schön, dass die Sonne raus kam an dem Tag

Es war jedenfalls ein großartiger Segeltag gewesen. Angesichts der vorhergesagten Winde von unter oder knapp 10 kn am Folgetag (zu wenig für mich) entschied ich mich den zweiten Renntag zu streichen. Da dort aber doch noch zwei Wettfahrten gefahren werden konnten liege ich mit meiner Platzierung natürlich richtig weit hinten.

Egal, es war ein schöner Start in die Saison

Tagesbilanz:

Wind: NW 17kn, in Böen bis 26 kn
Segel: 4,6m²
Speed max: 62 km/h
Strecke: 31,3 km, davon 19,6 km Wettfahrten

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Strandsegeln

Rückblick 2023

In 2022 habe ich 392 km insgesamt zurückgelegt. Das ist eine Strecke von St.Peter-Ording bis fast nach Göttingen.

Die Saison 2023 verlief anders. Es war bei den Regatten weniger Wind und somit weniger Strecke. Insgesamt fehlte uns allen ja irgendwie auch der richtige Sommer. Ein durchwachsenes Jahr also. Da überrascht es mich nicht, dass ich 2023 nicht so viele Kilometer zurückgelegt habe:

In Summe bin ich 239 km auf dem Strand gesegelt.

Das waren weniger als 2/3 des Vorjahres, ich hatte es schon so im Gefühl während der Saison. Das mindert aber nicht den Spaß und die Freude die ich am Strand und mit den Mitseglern und -innen vor Ort hatte. Es waren sehr schöne Tage.

Alles in allem, habe ich wieder viel gelernt und mehr Routine gewonnen, ich hoffe 2024 wird ein schönes Jahr, auch wenn ich wohl nicht jede Regatta werde mitsegeln können.

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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln

Save the date! Die 4 h Regatta von SPO 2024

Eine tolle Ankündigung ist raus! Das neue, spannende Regattaformat, gestartet erstmals 2023, kommt auch im April 2024 wieder! Hier geht es zu meinem Bericht von 2023.

Für Mitglieder ausländischer Vereine wird kein Startgeld erhoben.

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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln Video

SAU Pokal 2023

Aaaah, endlich wieder Strandsegeln! Eine Regatta im Oktober gab es nicht wegen der Euromeisterschaft in England, so freute ich mich auf den letzten offiziellen Termin des Jahres: den SAU Pokal (Saison Abschluss & Umlauf). Dies ist eine Fun-Regatta bei der zwei ausgeloste Piloten sich eine Strandsegelyacht (der Mini 5.60 Klasse) teilen.

Vielen Dank an Dirk E.,
für die tolle Unterstützung mit Fotos und Videos!

In den letzten Tagen davor machten sich ob des Wetters Sorgen breit in der Pilotenschaft. Wegen heftiger Orkanausläufer an der französischen Küste/Britanie mit weit über 40kn Wind und 20 Meter hohen Wellen war stärkerer Wind vorhergesagt aus Richtung Westen.

Hier die Wetterdaten aus Frankreich mit Farben bzw. Skalenausschlägen, die bei uns unbekannt sind:

Es galt die Nerven zu behalten. Es kam dann ja auch kräftiger Wind, aber er wurde weniger stark als befürchtet und war dann gut segelbar.

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Netzfund Regatta Strandsegeln Video

Miniyacht European Championchip 2023 – Lytham St Annes

Nun war es so weit, die Europameisterschaft der Mini Yacht 5.60 Strandsegler ging los an Englands Westküste. Während in Deutschland ein Sturm mit Ostwind die höchsten Wasserstände seit über 100 Jahren an der Ostseeküste brachte, war das Wetter ganz anders für unsere Piloten.

Hier gibt es ein paar schöne, kurze Impressionen per Video.

[update 30.10.2023]

Hier geht es zur Website der Europameisterschaft