Ist die Plate von Rømø besegelbar, oder nicht? Diese Frage kann man sich nun täglich via Kurzvideo beantworten, da seit Mitte März es einen WhatsApp Kanal dazu gibt. Tolle Sache! Ich bin so frei diesen hier zu verlinken:
Viele der Strandsegler aus SPO sind auch mal auf dem riesigen Strand von Rømø unterwegs und die Website https://sonderstrand.com/ ist hier ein guter Anlaufpunkt immer gewesen. Regelmäßig konnte man Fotos sehen, die beste Quelle, da es keine Webcam am Strand gibt. Jetzt gibt es diesen tollen Kanal. Das ist einfach super! Ein must see vor jeder Anreise.
Tag 1 – ordentlich Wind zuerst 4,6m², dann nur 3,5m² gesegelt – 62 km/h
Tagesbilanz:
Wind: SW 16kn, in Böen bis 20 kn (weniger als FCST) Segel: 1x 4,6m², dann 3,5m² (schneller) Speed max: 62 km/h Strecke: 55,2 km, davon 43,7 km Wettfahrten
Früh am Morgen um 5:00 Uhr fahre ich los, um zum Briefing um 8:00 Uhr startbereit zu sein.
Im Dunkeln geht die Fahrt los, den Weg kenne ich mittlerweile wie im Schlaf. Als ich bei Tönning die Brücke über die Eider passiere, zeigt sich die Sonne ein erstes Mal.
Die Sonne querab im Osten aufgehend – Brücke über die Eider, Tönning
So ganz alleine auf den Landstraßen der Halbinsel Eiderstedt unterwegs zu sein ist schon ein wenig seltsam. Meist ist hier viel Tourismusverkehr, aber nun gleite ich alleine vor mich hin. Kein Auto vor mir, kein Auto hinter mir.
Die Sonne im Rücken geht es nach Westen Richtung Strand
Grau in grau begrüßt mich der Strandweg beim Segelhafen, aber der Wind ist schon da und die Flagge steht stramm, sehr gut! 🙂
Mitte März, erste lauwarme Tage lassen den Frühling so langsam Fahrt aufnehmen und am Strand von St Peter Ording treffen sich 30 Piloten für das erste Rennen der Saison, der Gerhorst Pokal 2024.
Ebbe war um 11:00 angesagt, d.h. 9:00 der erste Startschuss und 8:00 auslaufen aus dem Hafen.
Für das Wochenende war Samstag viel Wind angesagt und für Sonntag sehr wenig.
Die Segelbedingungen auf einem Blick.
Viel Wind mit 4,6m² Segel gefahren – Topspeed 62 km/h
Treffen morgens um 8:00 Uhr im Hafen
Es war noch bewölkt als wir raus auf die Sandbank fuhren aber nach und nach kam die Sonne hervor und tauchte mit gleißenden Licht die Szenerie in ein tolles Licht.
Ich habe diese Karte erstellt und nicht schlecht gestaunt, von woher die Strandsegler vom Yachtclub Sankt Peter-Ording (YCSPO) überall kommen. Auf dem Parkplatz sind vielfältige Kennzeichen zu sehen.
Je dunkler das Blau desto mehr Strandsegler kommen aus dem Landkreis.
Sicher, der ein oder andere Firmenwagen mit weit entfernter Konzernzentrale verfälscht das Bild ein wenig, aber es ist schon erstaunlich welche Strecken für die Leidenschaft dieses Sports auf sich genommen werden.
Etwa ein Drittel kommt aus Schleswig-Holstein. Mit Hamburg zusammen sind dann 55% der Segler aus der „näheren Umgebung“ vertreten. Umgekehrt kommt die andere Hälfte mehrheitlich aus Westdeutschland und dies bis runter zum Bodensee bzw. dem Raum München, unglaublich!
Als ich vor vielen Jahren erstmals vom Strandsegeln träumte und noch den Lebensmittelpunkt in der Nähe Frankfurt/Main hatte, hätte ich nie gedacht wie weit nach Süden sich die Strandsegler in Deutschland verteilen. Der Sport hat wirklich eine magische Anziehungskraft.
In 2022 habe ich 392 km insgesamt zurückgelegt. Das ist eine Strecke von St.Peter-Ording bis fast nach Göttingen.
Die Saison 2023 verlief anders. Es war bei den Regatten weniger Wind und somit weniger Strecke. Insgesamt fehlte uns allen ja irgendwie auch der richtige Sommer. Ein durchwachsenes Jahr also. Da überrascht es mich nicht, dass ich 2023 nicht so viele Kilometer zurückgelegt habe:
Das waren weniger als 2/3 des Vorjahres, ich hatte es schon so im Gefühl während der Saison. Das mindert aber nicht den Spaß und die Freude die ich am Strand und mit den Mitseglern und -innen vor Ort hatte. Es waren sehr schöne Tage.
Alles in allem, habe ich wieder viel gelernt und mehr Routine gewonnen, ich hoffe 2024 wird ein schönes Jahr, auch wenn ich wohl nicht jede Regatta werde mitsegeln können.