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Mini Klasse Regatta SPO St.Peter-Ording Strandsegeln Video

Sommerregatta 2022

Endlich war es wieder soweit. Raus auf die Sandbank von Sankt Peter-Ording und mit dem Strandsegler unterwegs sein. Gleich vorab das Video des Tages.

Das Wetter war sehr angenehm warm und leicht windig, genug um Segeln zu können. Im Rest der Republik gab es Hitzewellen von 35+ Grad Celcius.

Hier die Windvorhersage:

Und so waren später die richtigen Messwerte:
ca. 12kn, in Böen etwa 15-17 kn

Früh morgens um 8:00 Uhr ist noch alles ruhig im Yachthafen. Schönes sommerliches Kaiserwetter.

Die ersten gesetzten Segel sind schon zu erkennen.

Nach kurzem Pilotenbriefing ging es raus zu Sandbank, die Absperrungen aufbauen.

Nun folgte das Briefing der Rennstrecke. Von „Schnecke“ (kleine Runde) zu „Erfrischung“ (große Runde durch großen Priel ) war die Losung. Gefahren wurde im Uhrzeigersinn, Länge der Strecke: 1,2 km.

Für mich gab es zwei Premieren an dem Tag. Ich hatte meine neue (alte) GoPro erstmalig mit und Fahrradspiegel. Für beides war der erst neulich gebaute Geräteträger zu kurz, ein neuer musste gebaut werden.

Nach hinten sehen ist fast nicht möglich, und so kann man sich von hinten „anschleichende“ Segelwagen nicht gut erkennen. Bei hohem Tempo, schmaler Sandbank und manchmal schlingernden Wagen durch Böen ein Manko. Mit dem Spiegel gibt es nun den toten Winkel nicht mehr.

Was hier im Foto groß erscheint, ist von der Sitzposition aus betrachtet durchaus klein. Mal sehen wie sich das in Zukunft bewährt.

Nun aber los zur Startzone, das erste Rennen geht gleich los.

1. Rennen

(full screen)

Speedprofil

Wie man schön sehen kann, bekamen wir nur an der nördlichen Wendemarke richtig Geschwindigkeit drauf. Die Kunst des Tages war es hier viel Speed aufzunehmen und so weit wie möglich nach Süden auf dem Raumschotskurs mitzunehmen. Wurde der Wagen zu langsam, musste man anluven und „abrollen“ d.h. vor dem Wind im Zick-Zack halsen. Da es aber viel nassen „Riffelsand“ gab, bekam man das höhere Tempo nicht mehr hin.

Nur in Rennen 2 + 4 gelang es mir deutlich südlicher in einem Rutsch zu fahren (die blauen Linien), wenn auch nie ganz bis zu den südlichen Wendemarken.

2. Rennen

(full screen)

Speedprofil

Kurze Pause

3.Rennen

(full screen)

Speedprofil

4.Rennen

(full screen)

Speedprofil

Wind: NW 12kn, in Böen etwa 15-17 kn
Segel: 5,5m²
Speed max: 47 km/h
Strecke: 41 km, davon 33 km Wettfahrten

Mein Handicap des Tages:
der Umlenkblock unten am Mastfuß ging kaputt. Mehrfach blockierte er, bis gar nichts mehr ging. Unterwegs verstand ich zunächst nicht was eigentlich los war, bis ich auf einmal sogar die Kugeln des Kugellagers sehen konnte.

Ich konnte das Segel so nicht gut trimmen, eine sehr lästige Behinderung während des Wettkampfes.

Hinweis: beim YCSPO ist ein Artikel hier erschienen.

Hier die Ergebnisliste: YCSPO / Bkup

Für mich wurde es Platz 15 von 17 diesmal.

Stefan im G427 hat auch ein Video erstellt.

Tag 2 – zu wenig Wind, kein Rennen

Der zweite Tag fing grau in grau an. Die Windvorhersage lag unter 10 kn, was zu wenig ist für mich wie ich seit meiner ersten Regatta im September 2021 weiß. Alle zogen los, bis auf mich.

Unsere Regattaleitung mit Ausrüstungshängern

Die fleißigen Helfer im windgeschützten Zielwagen für die Rennleitung dürfen nicht fehlen.

Wie sich später am Tage herausstellte, langte der Wind wirklich nicht. Alle Segler kamen wieder rein ohne eine einzige Wettfahrt gemacht zu haben. Kann mal vorkommen – Mutter Natur eben.

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